Die Ejakulation praecox

Der vorzeitige Samenerguss ist eine sexuelle Störung des Mannes und genauso wie die erektile Dysfunktion, hat er eine negative Wirkung in einer Beziehung zwischen Mann und Frau. Der Mann kann die Ejakulation nicht kontrollieren, das heißt er kommt zu früh. Dies ist leider die häufigste sexuelle Störung bei Männern unter 60 Jahren. Ca. 20 % der Männer sind laut derzeitigen Studien davon betroffen. In anderen Kulturkreisen auf der Erde zeugt frühzeitiges „Kommen“ hingegen von hoher Potenzfähigkeit zeigt.

Es gibt verschiedene Definitionen der vorzeitigen Ejakulation. Durch Studien festgelegte Merkmale sind: die Ejakulation erfolgt innerhalb von 1 Minute nach Einführen des Penis in die Scheide, bzw. nicht in der Lage zu sein, die Ejakulation zu verzögern. Eine der schwersten Formen der Ejakulation praecox ist, wenn der Penis sofort im Moment des Einführens in die Vagina den Samenerguss hat.

Woher diese sexuelle Funktionsstörung resultiert

Die Ursachen für Potenzstörungen sind sehr verschieden. Deswegen ist es ratsam, sich einen Arzt zu suchen, der sich Zeit nimmt und genau zuhört, um alles genau zu analysieren. Ursachen wären zum Beispiel ein fehlendes Gleichgewicht des Botenstoffes Serotonin im Gehirn, Schilddrüsenerkrankung oder eine hochsensible Eichel. Es können aber auch psychische Ursachen dafür infrage kommen, da der Stressnerv am Ejakulationsreflex beteiligt ist. Dies tritt bei Männern auf, die häufig in der Kindheit gelernt haben, sich schnell und unauffällig zu befriedigen und Angst hatten, erwischt zu werden. Eine Therapie dafür wäre es zum Beispiel, dass man sich bewusst Ruhe anlernt, indem man immer wieder Ruhephasen für die Entspannung einbaut, so dass sich der Organismus immer wieder beruhigt. Dies sollte in abwechselnden Phasen von Erregung und Entspannung mindestens fünfmal passieren.

Eine medikamentöse Therapie wird mit dem Medikament Dapoxetin wird seit 2009 eingeleitet. Das Medikament führt dazu, dass der Botenstoff Serotonin vermehrt im Gehirn ausgeschüttet wird. Es wird empfohlen Dapoxetin ca. 1 Stunde vor dem Geschlechtsverkehr einzunehmen, da es Zeit braucht, um zu wirken. Nebenwirkungen wären Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Das Medikament ist rezeptpflichtig. Wer aber keinen Kompromiss in Hinsicht auf eine erfolgreiche Impotenz-Therapie eingehen möchte, nimmt Viagra.

Erektionstörungen beheben mit Viagra

Die Erektion hängt von Ausmaß und Dauer des Blutzuflusses und Blutabflusses in den Schwellkörper ab. Durch eine ringförmige Muskulatur fließt das Blut in die Arterienwand des Corpus cavernosum. Wenn keine Erektion vorliegt, dann sind diese angespannt und verschließen somit die Blutgefäße. Wenn der Mann jedoch sexuell erregt wird, entspannt sich diese Muskulatur – somit kann mehr Blut in den Schwellkörper einfließen. Sildenafil wirkt nur, wenn der Patient auch sexuell erregt ist. Alprostadil wird intravenös gespritzt und führt sofort zur Steifheit des Gliedes. Ein Mittel, das die Wirkung von Sildenafil, der Hauptbestandteil von Viagra, verstärken kann ist Arginin. Arginin setzt zudem Stickstoff Monoxid frei, das zur Blutgefäßerweiterung führt.

Potentielle Anwendungsgebiete von Sildenafil

Sildenafil ist hauptverantwortlich dafür, dass Viagra so gut funktioniert. Der Stoff auch wird bei arterieller Hypertonie bei Hunden, Bronchopulmonale Dysplasie, Höhenkrankheit und Sklerodermie angewandt. Man erzielte damit große Erfolge in der Neonatologie bei Frühgeborenen mit bronchopulmonaler Dysplasie zur Senkung des Gefäßwiderstandes. Sildenafil wurde auch bei sexuellen Funktionsstörungen der Frau als „Viagra für die Frau“ getestet – dabei kam es aber zu keinem gewünschten Ergebnis.